Anwendungsablauf

Die Vorgehensweise ist systematisch aufgebaut.
Neben einer präzisen Analyse des Sicht-, Geruchs- und Tastbefundes, wird eine genaue Befragung durchgeführt.

Neben der Beurteilung des Pulses, Begutachtung der Zunge oder Abtasten des Bauches, wird bei der Befragung z.B. auf die Verdauung, die Ausscheidung, dem Schlafverhalten und anderen Auffälligkeiten eingegangen. Durch diese Informationen wird eine individuell angepasste Anwendung zusammengestellt und mit differenzierten Grifftechniken oder physikalischen Hilfsmittel durchgeführt.

 


Insbesondere durch regelmäßige Anwendungen, können die Konzepte und Methoden ihre Wirkung entfalten.

Eine Befundung erfolgt vor jeder Anwendung, um immer genau dort anzusetzen, wo der Klient gerade steht bzw. wo die körperliche Unterstützung notwendig ist. Bei den Beratungsgesprächen werden Wünsche, Ziele, Visionen geklärt und einfache gesundheitsfördernde Maßnahmen eingeleitet. Diese Verfahren sind darauf ausgelegt, mittel- und langfristige Effekte zu erzielen.
Diese werden in regelmäßigen Abständen evaluiert.

 

 

Kindertuinapraktik und Pädiapraktik:

Bei Kindern wird zusätzlich der Entwicklungszustand, mittels der Denver- Entwicklungsskala, die Aufschluss über die Bereiche sozialer Kontakt, Feinmotorik, Sprache und Grobmotorik gibt, erhoben.

Mögliche Entwicklungseinschränkungen werden damit rasch erkannt. Bei dieser Analyse wird z.B. nach dem Krabbeln, den ersten Schritten und Wörtern, dem alleinigen Essen, der Aufmerksamkeit und Konzentration, dem Spielverhalten, dem selbständigen An- und Ausziehen, dem Toilettenbedürfnis usw. gefragt.

Weiteres wird die Trotzphase und Ablösungsfähigkeit, sowie die Bildung von grammatikalisch einfachen Sätzen hinterfragt.

 

 

Übungen

Für die Kinder meist lustig, werden altersgemäß ein paar Übungen gemacht wie z.B. auf einem Bein stehen oder hüpfen, eine Ball fangen, den Zehen- Hackengang, einen Purzelbaum oder das Nachzeichnen von Formen. Diese Entwicklungsskala wird im Zuge der Anwendungen regelmäßig kontrolliert, um Veränderungen und Fortschritte festzuhalten.

Nach der körperlichen Anwendung, findet ein Gespräch mit den Eltern bzw. der Begleitperson statt, bei dem der Ist-Zustand des Kindes besprochen wird.